ackermann pearce

12-drawings project, 2004-05

0.05 mm ink-pen on paper, 110 x 70 cm each (images include 9 details)

 

DE

In den Arbeiten des 12-drawings project setzt Ackermann Pearce Strich für Strich, regelmässig, wie die Stiche einer Nähmaschine. Aus der Ruhe heraus entstehen Bündel von jeweils parallel gesetzten Tintenstrichen, die sich in der Überlagerung verdichten oder sich wuchernd auf der Zeichenfläche ausbreiten. Auf jedem Blatt entstehen so lebendige Gebilde, deren Grundlage ein präzis gesetztes Striche-Bündel ist. Immer wieder lotet Ackermann Pearce aus, wie lange sie im jeweiligen Moment den Strich ziehen kann, so dass dieser noch gerade erscheint. Diese Bündel evozieren auch den gerade gesetzten Pinselstrich unterschiedlich breiter Pinsel, so dass plötzlich aus diesem überaus zeichnerischen Werk ein malerisches hervorgeht. Konsequent und beharrlich unterwirft sich Ackermann Pearce während eines ganzen Jahres ihrer gestellten Aufgabe und schafft ein Werk pro Monat. Sie hält dabei die Langsamkeit der Entstehung des Werkzyklus aus und lädt gleichzeitig dadurch die einzelnen Werke zeitlich auf. In den Verdichtungen und Ausfransungen der Nahansicht lässt sich dabei der Prozess des suchenden Setzens und Ziehens beobachtend nachempfinden: Intensität wird so spürbar. FTH

 

EN

In the works of the 12-drawing project, lines are placed in a regular fashion as perhaps in the stitches of a sewing machine. Out of this repetitive and meditative process evolve bundles of consistently placed ink lines, which get denser with each overlapping layer, sprawling across the drawing area. On each sheet a lively construction emerges, whose substructure is a precisely placed line-bundle. Again and again, Ackermann Pearce explores the limits of how long a line can be drawn, whilst still remaining straight. The bundles are also reminiscent of the strokes made by differently sized brushes, so that out of the graphic starting point a painterly work arises. Consistently and persistently AP submits to her self imposed task, making one drawing per month. Sustaining this slowness in the cycle imbues the individual drawings with a sense of the time taken in their making. The close up view with its consolidation and fraying of line bundles gives a sense of the placing and dragging of the drawing process: intensity is made tangible. FTH

 

 

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